In Vorbereitung auf einen AusFLUG bin ich auf ein paar Probleme mit der Karte für die Niederlande gestoßen. Einige Infos scheinen dort zu fehlen.
Die DutchMil-Frequenz wird nicht angezeigt (gut, das ist eher noch egal).
Es fehlt (mindenstens) folgende TMZ. Eigentlich gibt’s in den Niederlanden fast überall eine TMZ über 1200 Fuß MSL. Diese sind nicht weiter tragisch, man benötigt halt einen aktiven Mode-S-Transponder. Aber wissen muss man das schon:
Es fehlen die nordseetypischen HPZs / HTZs (Helicopter Traffic Zones), die zur Versorgung der Ölplattformen eingerichtet sind und fast kontrollzonenartige Voraussetzungen mitbringen. Beispiel:
Die Screenshots entstammen der offiziellen und aktuellen VFR-Karte. Diese gibt’s (vorbildlich!) umsonst als Download: https://www.lvnl.nl/diensten/aip/downloads
Allerdings sind die entsprechenden Infos auch bei OpenFlightmaps hinterlegt.
danke Dir! Das Durchsuchen der niederländischen AIP nach Details der Regelungen hinsichtlich der helicopter traffic zones (HTZ) and helicopter protection zones (HPZ) ist wahrlich kein Vergnügen. Es scheint sich aber grundsätzlich zu bestätigen, “was man so liest”.
In den AIP Enroute 2.2 sind die HTZs und HPZs gemeinsam mit RMZs, TMZs und ATZs als “OTHER REGULATED AIRSPACE” klassifiziert, hier wiederum in “6 NORTH SEA OPERATIONS, FLIGHT INFORMATION SERVICE AND ALERTING SERVICE”. Für diese gilt insgesamt:
“6.1 General
Amsterdam FIC provides FIS and ALRS in the North Sea area Amsterdam and the North Sea area V (see paragraph 6.1.2) to safeguard military and civil air traffic above the North Sea up to and including FL 055. For area boundaries see ENR 6 chart En-route - ICAO.”
→ also muss man schon mal Amsterdam FIC rufen, Dutch Mil etwa hilft nicht weiter.
Details zu den jeweiligen Ausdehnungen findet dann man in “6.2.2 Helicopter traffic zones (HTZ) and helicopter protection zones (HPZ)”.
Ganz unabhängig von irgendwelchen etwaigen Pflichten, sich vor Einflug zu melden, wäre es aber in jedem Falle wünschenswert, die jeweiligen Zonen angezeigt zu bekommen, schon um nicht versehentlich in hochfrequenten Heliverkehr reinzubrettern. Ein Überflug ist ja möglich, Kenntnis der Ausdehnung wiederum vorausgesetzt.
6.3.3.1 Crossing or overflying of HTZs/HPZs
A pilot operating over the North Sea, shall make sure that crossing or overflying at his level is safe, especially in IMC.
Information on possible flight operations within HTZs/HPZs will be provided by the Amsterdam flight information centre.
In Deutschland wäre es vermutlich ein Gefahrengebiet (ED-D).
Nichtsdestotrotz werde ich diese zunächst mit aufnehmen. Das unschöne dabei ist, dass für uns VFRler vermutlich nur die HTZ bei Ameland in Küstennähe relevant ist.
Vielleicht kann bei Gelegenheit noch ein NL-Native-Flieger etwas dazu schreiben
In der Luftfahrt, und mehr noch im Kontext von Offshore-Operationen (offshore) wie in der Nordsee, beziehen sich die Abkürzungen HPZ und HTZ auf spezifische Lufträume, die eingerichtet werden, um den dichten Hubschrauberverkehr zu den Öl- und Gasplattformen oder Windparks zu regeln.
Hier ihre genaue Bedeutung :
1. HPZ : Helicopter Protected Zone(geschützte Zone für Hubschrauber)
Eine HPZ ist ein Luftraum mit definierten Abmessungen, der über und um Einrichtungen auf See herum eingerichtet wird.
Zweck : Schutz der Anflug-, Abflug- und Transittrajektorien der Hubschrauber, die zwischen der Küste und den Plattformen verkehren.
Regeln : Obwohl es sich häufig um Luftraum der Klasse G (unkontrolliert) handelt, ist das Betreten einer HPZ durch strikte Bestimmungen in den Luftfahrt-Informationspublikationen (AIP) geregelt. Das Einreichen eines Flugplans und das Aufrechterhalten eines dauerhaften Funkkontakts sind dort in der Regel vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass Hubschrauber nicht mit anderen Luftfahrzeugen in niedriger Höhe (z. B. Sportflugzeugen oder Militärflugzeugen) kollidieren.
2. HTZ : Helicopter Traffic Zone(Zone für Hubschrauberverkehr)
Eine HTZ ist eine Verkehrszone, die speziell ein Offshore-Flugfeld umgibt (in der Regel eine Plattform oder eine Gruppe von Plattformen mit Helidecks).
Zweck : Sie ähnelt den ATZ (Aerodrome Traffic Zones) an Land. Sie dient dem Schutz des Verkehrs in unmittelbarer Nähe der Struktur, insbesondere während der kritischen Phasen des Starts, der Landung oder des Warteschleifenflugs.
Betrieb : Sie verpflichtet die Piloten zu strenger Funküberwachung auf einer zugewiesenen Frequenz, um den Verkehr selbst zu regeln oder den Informationen des Funkoperators der Plattform (Radio Operator) zu folgen.
Zusammenfassung : Diese beiden Zonentypen arbeiten häufig zusammen mit den HMR (Helicopter Main Routes — den Haupt-Hubschrauberrouten). Sie ermöglichen die Trennung oder Koordination des Verkehrs in stark frequentierten Seegebieten, in denen die konventionelle Radarabdeckung in geringer Höhe eingeschränkt sein kann.